Geburtstage sind doch etwas Feines! Nicht nur, dass man an seinem Ehrentag mit Freunden und Familie feiert – nein, es gibt auch noch leckere Kuchen und tolle Torten. Hach, so ein Geburtstagskuchenbuffet ist immer ein feiner Anblick und meistens kann man sich gar nicht entscheiden, welchen Kuchen oder welche Torte man zuerst probieren soll (oder überhaupt, denn alle kann man ja meistens nicht probieren, außer man hat die Fähigkeit, sich so dick aufzublasen wie Tante Magda von Harry Potter, um mehr Platz für Torte zu schaffen).

Da die Liebe Julie ebenfalls im Juli Geburtstag hat, ist das Thema Nummer Vier bei unserer kleinen Backchallenge “Happy birthday!”.  So gab es noch einen zusätzlichen Ansporn, eine besonders tolle Geburtstagstorte zu backen. Wobei das die Auswahl nicht gerade vereinfacht hat. Eine Torte mit Früchten ist im warmen Juli natürlich perfekt erfrischend. Dafür hat Julie sich entschieden: Sie hat eine Torte mit fruchtiger Himbeerfüllung und tollem Fondantüberzug gebacken. Aber Schokolade geht natürlich auch immer. Hmm, schwierige Entscheidung.

Da ich in letzter Zeit fast nur fruchtiges gebacken habe, habe ich mich für ein Schokoladentörtchen entschieden. Eingestrichen wurden die schokoladigen Böden mit einer Kaffee-Buttercreme, in der Hoffnung, dass der Kaffee dem Nachmittagstief nach dem mächtigen Stückchen Torte entgegenwirkt (das hat nur so halb geklappt, aber naja).

Das Tolle an dem Törtchen ist, dass es geschmacklich an meine Lieblingstorte, der Mokkatorte von Oma Cramer, schmeckt. Nur etwas reichhaltiger, da es ja Butter- statt Sahnecreme ist. Aber egal, die Creme ist so wunderbar weich und vollmundig, dass da auch die von uns eigentlich etwas gemiedene Buttercreme punkten kann.

Schokoladen-Kaffee-Törtchen mit flambiertem Baiser

für eine 20cm-Springform

Zutaten für die Schokoböden

100 g Butter
360 g Zucker
235 g Mehl
80 g ungesüßter Kakao
2 1/2 TL Backpulver
3 Eier
230 ml Milch
ca. 150 ml heißes Wasser

Kaffee-Buttercreme

360 g
540 g weiche Butter
6 Stäbchen Nescafe Espresso (=10,8 g)
165 g Puderzucker
1 Prise Salz
1 TL gemahlene Vanilleschote

Schokoladen-Ganache

75 g Schokolade
30 g Butter
1 TL Kokosfett

Baiser

1 Eiweiß
38 g Zucker

Zubereitung

Zuerst den Backofen schon einmal auf 175 Grad vorheizen und zwei Springformen mit 20 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen und den Rand fetten.

Für die Böden die Butter schmelzen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
In einer Schüssel die trockenen Zutaten mischen und die Butter darüber gießen. Eier hinzufügen und alles gut verrühren. Dabei die Milch nach und nach dazugeben, zuletzt das heiße Wasser unter den Teig rühren, bis ein glatter Teig entstanden ist. Diesen dann gleichmäßig auf die zwei Springformen verteilen und im heißen Ofen ca. 40 Minuten backen – Stäbchenprobe nicht vergessen! Eventuell müssen die Boden nach einer halben Stunde abgedeckt werden, damit sie nicht zu dunkel werden.

Die Böden nach der Backzeit aus dem Ofen nehmen, etwas in der Form auskühlen lassen. Dann aus den Formen lösen und auf Kuchengittern vollständig auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit kann die Buttercreme vorbereitet werden. Dafür die Butter in eine Schüssel geben und den Puderzucker darüber sieben. Espressopulver, gemahlene Vanilleschote und eine Prisesalz hinzugeben und alles zu einer glatten Creme verrühren.

Sobald die Böden vollständig erkaltet sind, beide Böden einmal waagerecht durchschneiden, sodass vier gleich dicke Tortenböden entstehen. Einen Boden auf eine Tortenplatte legen, mit Creme bestreichen und nächsten Boden auflegen. So mit den restlichen Böden verfahren und nicht mit der Creme zwischen den Böden sparen. Zuletzt die Torte mit der restlichen Creme ummanteln und mind. 1 Stunde kalt stellen.

Bevor die Ganache vorbereitet wird, sollte die Torte gut durchgekühlt sein, damit die Buttercreme beim Drübergießen der Ganache nicht gleich schmilzt.
Für die Ganache die Schokolade mit der Butter und dem Kokosöl im Wasserbad schmelzen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Die Torte aus dem Kühlschrank holen und die Ganache vorsichtig darüber gießen. Dabei die Schokolade mit einem kleinen Löffel zum Rand hin “schieben” und über die Kante laufen lassen, sodass die für einen Dripping-Cake typischen “Nasen” entstehen.
Die Torte wieder kalt stellen.

Für das Baiser den Zucker mit dem Eiweiß in eine Metallschüssel geben und über dem Wasserbad auf 65 Grad erwärmen. Dabei die Masse schlagen, dann vom Herd nehmen und so lange weiterschlagen, bis eine cremig-fluffige Baisermasse entsteht. Die Masse in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen (ich habe die Wilton 1M verwendet) und auf die Torte spritzen. Die Tuffs mit einem Flambierer anbräunen.

Und dann kann das Törtchen auch schon genossen werden – und ich sage euch: Das ist ein wahnsinns Geschmacksmoment (Zitat meiner Kollegin!).

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