Wir alle kennen To-Do Listen. Und wir lieben sie und hassen sie gleichzeitig. Ich zum Beispiel schreibe mir oft To-Do Listen, um nichts zu vergessen. Anschließend ignoriere ich sie dann doch wieder so halb. Warum? Bei To-Do Listen bekommen die zu erledigenden Dinge diesen schalen Beigeschmack von „abarbeiten müssen“ und „Zwang“. Und schon habe ich keine Lust mehr, die Aufgaben zu erledigen.

{Außerdem muss ich zugeben, dass ich ein Problem mit der Priorisierung habe – was ist wichtig? Was ist dringend? Bei Gelegenheit stelle ich euch einmal in simples Modell vor, welches ich während meines Praktikums kennen gelernt habe, wie man Aufgaben  sinnvoll priorisiert.}

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Nun, To-Do Listen müssen aber keine Schreckgespenster sein, die wir hassen! Wir können sie in ganz liebe kleine Monster verwandeln 🙂 Diese liebenswürdigen manchmal monsterlangen Listen heißen dann To-Be Liste.

Was aber sind To-Be Listen genau? Und wie wird aus einer To-Do eine To-Be Liste?

Eine To-Be Liste ist zwar noch immer eine Liste mit Dingen und Aufgaben, die wir abarbeiten müssen, aber dieser negative Beigeschmack wird reduziert – oder vielleicht sogar ganz genommen. Denn eine To-Be Liste stellt nicht die Aufgabe in den Fokus, sondern eher das Ergebnis und den positiven Aspekt – was haben wir davon, wenn wir die Aufgabe erledigen? Wie fühlen wir uns dann? Was bringt sie uns?

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Hauptsächlich soll eine To-Be Liste uns glücklich machen und uns ein gutes Gefühl geben. Sie soll uns aber nicht einfach nur das Gefühl geben, eine Aufgabe erledigt zu haben, sondern uns das Ergebnis und die Auswirkung bewusst machen: wie toll das doch in Wirklichkeit ist, dass wir das Häkchen hinter die Aufgabe setzen können.

Am besten nehmen wir einmal das den leidigen Punkt „Sport machen“ als Beispiel, um nachzuvollziehen, wie aus einem To Do ein To Be wird.
Ich setze den Punkt immer und immer wieder auf meine To-Do Liste. Und ja, er wandert auch immer weiter nach unten, wird dann doch weniger wichtig als andere Sachen, bis er schließlich ganz von der Liste verschwindet. Aber wie oben angedeutet, das gehört in einen neuen Post.

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Sich zum Sport aufzuraffen, den inneren Schweinehund zu überwinden, braucht oft all unsere Kraft. Wir sehen einfach nur die Anstrengung, ein einfaches leidiges To-Do.

„Sport machen“ in ein To-Be zu verwandeln ist aber gar nicht schwer! Überlegen wir doch einfach mal, wie gut und aktiv wir uns nachher fühlen und wie Stolz wir sind, dass wir Sport gemacht haben. Wenn wir uns das vor Augen fühlen, ist das Ganze doch nur noch halb so schlimm 🙂
Wenn wir Sport – z.B. Joggen – dann auch noch damit verbinden, dass wir mit unserem liebsten Vierbeiner nach draußen können und ihm damit ebenfalls eine Freude machen können, haben wir auf unserer Liste kein To-Do mehr, sondern ein To-Be 🙂

Ich werde meine To-Do Liste für diese Woche jetzt auch noch einmal ansehen und möglichst eine To-Be Liste draus machen. Wobei ich zugeben muss – die Vorbereitungen für England sind für mich generell schon eher To-Be’s!

Wie sieht’s bei euch aus? Macht ihr euch To-Do Listen? Arbeitet ihr sie gern ab? Vielleicht wäre eine To-Be Liste ja auch was für euch! 🙂

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