Gebäck

Knusper knusper Knäuschen, wer knabbert an unserem Lebkuchenhäuschen?

Wir wissen nicht, wie es euch geht, aber unser Lieblingsmärchen war Hänsel und Gretel nie. Das Einzige, was an dem Märchen noch seinen Reiz für uns hat ist das wunderschöne Knusperhäuschen der Hexe!

So ein Lebkuchenhaus wollten Jana und ich schon immer einmal backen, aber wir haben es bisher nie geschafft. Wir sind “nur” bis zu den kleinen Butterkeks-Häuschen – oder sagen wir eher Hütten oder Zelte? – gekommen. Die sind zwar schön zum verschenken, ganz süß und schnell gemacht, aber ein richtiges Lebkuchenhaus ist es dann doch nicht.

Daher haben wir uns für die Adventszeit 2018 ganz fest vorgenommen, dass wir endlich ein richtiges Lebkuchenhaus backen.  Und das haben wir dann auch gemacht!

Eines müsst ihr hierzu aber vorweg wissen: ein Lebkuchenhaus braucht Zeit. nicht unbedingt das Backen, aber dafür das Dekorieren und Zusammenkleben. Daher: Nehmt euch Zeit, ihr lieben Knusperbäcker 🙂

Und dann geht’s auch schon los!

Lebkuchenhaus
von: Schwesternduett
Zutaten
Für den Teig
  • 300 g Honig
  • 90 g Butter
  • 300 g brauner Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier Größe M
  • 750 g Mehl
  • 3 EL Kakao
  • 3 TL Backpulver
  • 5 TL Lebkuchengewürz
Für den Guss / Kleber
  • 250 g Puderzucker
  • 1 Eiweiß Größe M
  • 1 Spritzer Zitronensaft
Für die Dekoration nach Belieben
  • Puderzucker
  • Smarties
  • Zuckerperlen
  • Fondant
  • Zuckerblumen
  • Gummibärchen
Zubereitung
Lebkuchenteig
  1. Honig, Butter, braunen Zucker und Salz in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker gelöst hat und die Zutaten sich zu einer Masse verbunden haben.

    Masse in eine Rührschüssel geben und abkühlen lassen.

  2. Eier unter die Honigmasse rühren. Mehl, Kakao-, Backpulver und Lebkuchengewürz in einer separaten Schüssel mischen. In die Rührschüssel mit den flüssigen Zutaten sieben und mit den Knethaken des Mixers unter die Honigmasse kneten.

  3. Teig in Folie wickeln und mind. 2 Stunden kühl stellen.

Schablonen
  1. 3 Schablonen erstellen:

    Dach: 21 x 11 cm

    Seite: 20 x 15 cm

    Giebel: 14 x 15 x 10 - die Schrägen sind 10 cm lang, d.h. die komplette Höhe des Giebels ist 19 cm.

Das Haus backen
  1. Teig auf bemehlter Arbeitsplatte 3 - 4 mm dünn ausrollen. Hier kommt es drauf an, wie knusprig euer Lebkuchen werden soll. Je dicker er ausgerollt wird, desto weicher wird er. Wir empfehlen mind. 4 mm.

  2. Mit Hilfe der Schablonen je 2 Dächer, 2 Seiten und 2 Giebel aus dem Teig ausschneiden. Die Teigigste immer wieder verkneten und neu ausrollen, bis ihr alle Teile ausgestochen habt.

    In eine Giebselseite eine Tür schneiden - Tür aufbewahren.

    In die Seiten und Giebel nach Belieben Fenster schneiden. 

  3. Den Backofen auf 200°C (Umluft 180°C) vorheizen. Alle ausgeschnittenen Hausteile, inkl. der Tür, auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen und nacheinander ca. 10 - 15 min backen.

    Aufgepasst: Nicht zu lange backen, sonst wird der Lebkuchen zu dunkel und schmeckt verbrannt. Lebkuchen härtet nach, wenn er abkühlt.

    Auskühlen lassen.

Dekorieren und Kleben
  1. Puderzucker in eine Schüssel sieben- Eiweiß zugeben und zu einem dicken Guss verrühren. Falls er zu dick ist, etwas Zitronensaft zugeben. Sollte der Guss am Ende nicht reichen, einfach noch welchen nach machen.

  2. Guss in einen Spritzbeutel mit feiner Lochtülle füllen.

  3. Die einzelnen Teile nach Belieben dekorieren und trocknen lassen.

  4. Anschließend zuerst den Hausrahmen zusammenkleben, ca. 20 min trocknen lassen. Alle Teile evtl. mit Gläsern stabilisieren, bis sie getrocknet sind.

    Tür mit Guss befestigen.

  5. Nun Die Dachplatten auflegen und mit Guss befestigen.

Da das Rezept doch ziemlich lang ist, haben wir es nicht noch einmal abgetippt. Ihr könnt es also direkt als Druckversion speichern und euer eigenes Lebkuchenhaus backen. Oder doch ein Schloss?

Auf der Suche nach Inspiration für die Verzierungen und Dekoration haben wir wirklich unglaubliche Kreationen gesehen! So aufwendig, aber wunderschön und eigentlich viel zu schade zum essen.

Unser Häuschen wurde aber doch irgendwann bei Lisa auf der Arbeit gegessen, auch wenn die Kollegen zunächst meinten, “Das kann man doch nicht essen, das ist viel zu schade zum kaputt machen!”.  Aber sonst wäre es geendet wie viele Lebkuchenherzen von der Kirmes: Staubtrocken und knüppelhart und letztendlich im Müll. Und dazu wäre die Villa Cramer wirklich zu schade gewesen 😉

Habt ihr schon einmal ein Lebkuchenhaus à la Hänsel und Gretel gebacken?

Und natürlich viel wichtiger:

Was ist euer Lieblingsmärchen?

Ich bin 27 Jahre alt und bin Zwilling Nummer 2. Ich teile mit euch die Rezepte, die ich in meiner kleinen, aber feinen Küche in der Schweiz am Genfer See zaubere!

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