Nächste Woche ist St. Martin. Ich erinnere mich nicht mehr, welche Laternen ich früher im Kindergarten gebastelt habe, aber ich hatte definitiv ein Jahr einen Igel! Später habe ich St. Martin beim Martinsumzug immer Flöte gespielt – und da erinnere ich mich am meisten an meine eingefrorenen Finger.

Am allermeisten aber erinnere ich mich an die Martinsbretzel und Stutenkerle vom Dorfbäcker nach dem Martinszug. Hach, das waren die kalten Finger so so so wert! Ich liebe Stutenkerl, Weckmänner, Grittibänz oder wie immer ihr sie nennen möchtet!

Daher habe ich euch heute ein ganz einfaches Rezept für Stutenkerle mitgebracht, das ich bei der lieben Frollein Klein gefunden habe 🙂
Es ist etwas anders als die Stutenkerle, die Jana und ich aus unserer Kindheit kenne, aber saulecker!

 

Leckere kleine Stutenkerlchen

Zutaten für 10 Stück

1 Würfel Hefe
1 Ei
100 g Zucker
500 g Mehl
250 ml Milch
125 g Butter
1 Prise Salz
2 Tropfen Zitronensaft
Schokowürfeli zum Verzieren
1 Ei + 1 EL Milch zum Bestreichen

Zubereitung

Die Milch in einem Topf erwärmen, dann vom Herd nehmen. Die Hefe hineinbröseln, 1 EL Zucker zufügen und ca. 10 min ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Butter in einem weiteren Topf schmelzen und kurz abkühlen lassen.

Dann die Butter mit der Hefemischung, dem restlichen Zucker, Salz, Zitronensaft und Ei mit dem Knethaken der Küchenmaschine oder des Mixers vermischen. Nach und nach das Mehl zugeben und so lange verkneten, bis ein glatter Teig entsteht.
Sollte der Teig noch sehr klebrig sein, einfach etwas zusätzliches Mehl zugeben und nochmal verkneten. Dann den Teig zu einer Kugel formen und abgedeckt an einem warmen Ort 60 min ruhen lassen.
Ich habe meinen Teig im Ofen bei 30-50°C ruhen lassen, da ist es schön warm und der Teig geht gut auf.

Nach den 60 min den Teig aus dem Ofen nehmen. Wie die liebe Frollein Klein habe ich dann Portionen von 130 g abgewogen, damit die Stutenkerle alle (einigermaßen) gleichgroß werden.
Allerdings kann ich schon jetzt sagen: Anders als im Originalrezept von Frollein Klein, sind es bei mir am Ende nicht 5 – 6, sondern 10 Stutenkerlchen geworden 😉 Dafür haben sie aber eine sehr schöne Größe, d.h. nicht zu klein und nicht zu groß.

Die Teigportionen formt ihr nun zu Kugeln und legt sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Lasst diese noch einmal abgedeckt 20 min im warmen Ofen gehen.

Anschließend nehmt ihr die Teigkugeln heraus und heizt den Ofen auf 170°C (ich habe Ober-Unterhitze genutzt, Umluft geht genauso).
Die Teigkugeln drückt ihr nun mit der Hand flach in eine ovale Form. Dann schneidet ihr sie mit dem Messer so ein, wie ihr auf dem Bild oben seht. Schneidet dann die Ecken noch aus und schon erkennt ihr die Form von einem süßes, kleines Stutenkerlchen! Formt Arme, Beine und Kopf mit den Händen nach, sodass er auch hübsch aussieht.

Leider habe ich diese How-to Bilder nicht so schön hinbekommen – dafür habe ich sie euch wunderschön aufgemalt 😀

Mit den Teigresten könnt ihr weitere Stutenkerle machen. Wie bereits angedeutet, sind es bei mir am Ende 10 Stück geworden.

Für Augen und weitere Dekoration nutzt die Schokowürfeli, indem ihr sie in den Teig drückt.

Das Ei mit dem EL Milch vermischen und die Stutenkerle vor dem Backen damit bestreichen. Dann goldbraun backen, ca. 15 min.

Und schon sind die kleinen Stutenkerle fertig zum vernaschen!
Ich habe jedem aus meinem neuen Team auf der Arbeit einen Stutenkerl auf den Schreibtisch gelegt, und sie haben sich sehr gefreut! 🙂

 

Welche Kinheitserinnerungen habt ihr an St. Martin?
Heißt es bei euch Stutenkerl so wie bei Jana und mir, oder Weckmänner? Oder doch ganz anders?

 

PS: Wem ist das Schwitzerdütsch aufgefallen? 😉 Ganz genau – die Schokowürfeli, bei euch vielleicht besser bekannt als Schokotropfen! Oh! Und Stutenkerl in der Schweiz ist übrigens ein Grittibänz 🙂 Irgendwann muss die Schweiz ja auf mich abfärben…